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Ankunft in Kenia

Gestern bin ich in Nairobi angekommen und es ist sehr schön hier. Aber eins nach dem anderen.

Picture of the Airplane

Dienstag Abend ging meine Reise von Berlin aus los. Weil das Flugzeug so leer war, konnte ich vier Sitze für mich allein belegen. Ich bin noch nie so komfortabel geflogen. In Abu Dhabi - ein sehr internationaler Flughafen - musste ich einmal umsteigen, bevor ich dann in der Mittagszeit in Nairobi ankam. Auf dem Flug konnte ich mir die Zeit mit der Lektüre eines interessanten Buchs mit dem Titel "Aka, was würdest du tun, wenn plötzlich deine Schwiegermutter vor dir stünde?" vertreiben, welches Geschichten vom Scheitern in der Entwicklungsarbeit in Westafrika erzählt und dazu ermutigt, das Scheitern nicht zu verdrängen, sondern zu erkennen, wie wichtig es ist darüber zu reden um aus den Fehlern zu lernen und andere davor zu bewahren dieselben Fehler erneut zu begehen.

Picture of my name sign

Im Jomo Kenyatta International Airport ging alles sehr schnell. innerhalb weniger Minuten hatte ich mein Visa gestempelt, mein Gepäck abgeholt und war durch den Zoll. Draußen wartete ein Kenianer namens David mit einem Schild, auf welchem "Tobias" zu lesen war. Nachdem wir geklärt hatten, dass ich aus Deutschland kam und er mir erzählt hatte, dass er ein Bild von mir in einem Anzug im Internet gesehen hatte, luden wir mein Gepäck ins Auto und fuhren aus dem Flughafen. Wir unterhielten uns angeregt über Deutschland, Kenya, Klima Phänomene und anderes. Mit der Zeit kamen einige Dinge auf, die nicht ganz zu passen schienen: so dachte er, dass ich ein Kinderheim besuchen würde und nur für einen Monat da war. Aber ich ging davon aus, dass es vielleicht ein kleines Missverständnis gegeben hatte, schließlich war er ja nur der Fahrer, der mich vom Flughafen abholen sollte. Bis dann schließlich sein Handy klingelte und jemand anrief, um genau zu sein Tobias rief an, der am Flughafen wartete abgeholt zu werden und etwas verwirrt war. Es stellte sich also heraus, dass mit dem selben Flug noch ein anderer Tobias aus Deutschland gekommen war, auch für einen Freiwilligendienst in Kenia, aber eben in einem Kinderheim und nur für einen Monat. Nachdem uns dies klar geworden war, lachten wir herzlich, drehten um und fuhren zurück zum Flughafen. Dort fanden wir den anderen Tobias, der mittlerweile Sarah aus den USA gefunden hatte, die da war um mich abzuholen und ein schönes buntes von ihren Kindern gemaltes Schild hatte, welches auf dem oberen Foto zu sehen ist. Die Tobiase wurden also ausgetauscht, alle mussten lachen und ich fuhr mit Sarah und ihrem Mann Dan zum Haus der Omondis. Fast hätte ich also statt Bäume zu pflanzen Waisen betreut.

Picture of the Albitz family

Sarah und Dan sind Missionare, die grade in Kenia angekommen sind und mit ihren drei süßen Kindern Gloria, Noah und Andrew in Kisumu leben werden. Auf ihrer Website könnt ihr mehr über ihre Vision lesen. Momentan sind sie wegen einiger Erledigungen noch in Nairobi und wohnen im Gästehaus der Omondis. Das Haus ist wunderschön mit einem riesigen Garten in dem die Kinder rumtoben und Tiere entdecken. Heute habe ich den Tag damit verbracht alles zu erkunden, mit den Kindern Schulaufgaben zu machen und zu spielen und ein Paar Mails zu schreiben. Wir kriegen morgens hier ein tolles Frühstück und uns werden zweimal am Tag frische super leckere Mahlzeiten gekocht. Momentan fühlt es sich hier an wie in den Ferien.

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