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Die Omondi Farm

Die letzten Tage waren so ereignisreich, dass ich kaum dazu komme zu schreiben und sich in meinem Kopf schon Artikel Ideen anstauen. Aber ich wollte euch zumindest ein bisschen über das Haus - eigentlich mehr eine kleine Farm und ein Gästehaus namens Eshel Gärten - berichten, in dem ich hier momentan lebe.

Picture of the House of the Omondis

Das ganze Areal ist ungefähr 20.000 Quadratmeter groß und umfasst das Haus der Familie Omondi, welches im oberen Foto zu sehen ist, und zwei zusammenhängende Gästehäuser, welche auf dem Foto hinten links durch die Bäume scheinen und Platz für um die zehn Personen bieten und eine eigene Küche, ein Wohnzimmer und ein Esszimmer umfassen. Das ganze Areal ist mehr als einfach nur das Heim der Familie Omondi, sondern gleichzeitig ein kleiner Bauernhof, ein soziales Wohn- und Arbeitskonzept, ein Testlabor für Baumarten, ein Treffplatz für die Kirche und ein interkulturelles Begegnungszentrum. Auf dem Grundstück gibt es einen eigenen Brunnen, welcher auch die Nachbar mit versorgt, und eine eigene Müllentsorgung - die wird hier nämlich nicht zentral geregelt. Es leben und arbeiten neben dem Omondi Ehepaar momentan drei weitere Menschen hier, die in der Landwirtschaft und in der Küche mithelfen und dafür hier Leben können, versorgt werden und ein kleines Gehalt bekommen. Außerdem sind fast immer Gäste zu Besuch für einen Abend, ein Paar Tage oder sogar länger (wie ich), die mit versorgt werden und sehr schnell Teil der Gemeinschaft werden.

Picture of the Bell Pepper Plantation Picture of the Cow Sarah Picture of the Chickens

Für den Eigenbedarf werden Tomaten, Kohl, Salat und vieles andere angebaut und in einem Gewächshaus reifen momentan viele Paprika und super intensiv schmeckender Rauke für den Verkauf heran. Außerdem gibt es Fischteiche in denen Tilapia gezüchtet wird, eine ganze Menge freilaufende Legehennen und eine alte Kuh namens Sarah, die Milch spendet. Die Erlöse aus der Farm sorgen für den Lebensunterhalt der Familie Omondi, der Angestellten und für die verschiedenen Entwicklungsprojekte der Kirchengemeinde. Außerdem wird das Land zum Testen verschiedener Baumarten für Entwicklungsprojekte genutzt.

Es ist beeindrucken, wie die Menschen hier eine nachhaltige, lokale und hauptsächlich biologische Produktion so einfach vorleben. Während es vielen von uns in Deutschland häufig schwer fällt diese Ideale umzusetzen. Durch die Frische der Lebensmittel und den hauptsächlichen Verzicht auf Halbfertigprodukte schmeckt das Essen außerdem so viel besser und das Leben der Menschen hier ist reichhaltig und erfüllt.

Ein wenig Exotisches

Um auch dem Interesse an Exotischem noch etwas Genüge zu tun, wollte ich noch ein Paar schöne Fotos mit euch teilen. Die Albitz Kinder (welche mittlerweile mit ihren Eltern nach Kisumu abgereist sind) haben vorvorgestern ein Chamäleon gefunden - es wechselt tatsächlich die Farbe und sieht mit seinen seltsamen Augen und Hörnern sehr faszinierend aus. Außerdem lebt auf dem Grundstück eine Schildkröte, welche sich mit unglaublicher afrikanischer Gelassenheit durch das Gras bewegt und mit ihrer runzeligen und vermutlich uralten Haut eine Aura der Weisheit ausstrahlt. Und natürlich gibt es auch jede Menge schöne Blumen hier, mit deren Namen ich mich aber leider in keinster Weise auskenne.

Picture of a Chameleon in the Garden Picture of the Turtle Picture of a Flower in the Garden

Wenn ihr daran interessiert seit noch mehr Fotos zu sehen, könnt ihr auf meinem Flickr Profil vorbei schauen, wo auch regelmäßig neue Fotos erscheinen werden.

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